Als ich Amanda wurde

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“Als ich Amanda wurde” von Meredith Russo ist ein wunderschöner Jugendbuchroman. Es handelt sich um einen sehr missverstandenen Menschen, der versucht mit sich und vor allem seinem Leben zurecht zu kommen, denn Amanda war nicht immer äußerlich ein Mädchen. Bereits im Kindesalter hat sie sich immer wie ein Mädchen gefühlt und sich auch so benommen*. Als sie dann endlich alt genug war, hat sie sich einer Operation unterziehen können und versucht nun mit ihrem Leben sozusagen neu zu beginnen, indem sie an einen anderen Ort zu ihrem Vater zieht.

Hier kann sie nun endlich die schönen Seiten des Lebens kennenlernen. Sie ist beliebt, hat Freundinnen und verliebt sich zum ersten Mal und wird auf die gleiche Weise zurückgeliebt.
Trotzdem schwirrt ihr in jeder fröhlichen wie auch tragischeren Situation stets der Gedanke im Kopf herum, dass sie den Menschen, die sie kennen und lieben gelernt haben, einen wichtigen Punkt verschweigt. Nämlich den über ihre Vergangenheit, über die Person die sie vorher war.

Ich selbst habe bis vor diesem Buch noch nicht viel über transsexuelle Personen gewusst, mich mit dem Thema auch nicht wirklich auseinandergesetzt. Daher denke ich, dass dieses Buch einem einen guten ersten Einblick in die Thematik ermöglicht. Es ist leider auch erschütternd, wenn man zu verstehen versucht, welchen Qualen diese Menschen standhalten müssen, von Konflikten, Streitereien und Mobbing bis sogar zu Misshandlungen, nur um die Person sein zu können, die sie innerlich wirklich sind. Meiner Meinung ist dies wirklich ein Thema, was vll offener und öfter besprochen werden muss (wie gesagt, ich selbst hab mich noch nie wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt), da es ein sehr missverstandenes Thema ist und jeder Mensch, ob männlich, weiblich oder transsexuell, es verdient seine Umgebung als gleichberechtigt zu erleben.

*in vielen Fällen ist dies nicht der Fall, dass man seine geschlechtliche Andersartigkeit direkt im Kindesalter bemerkt und sich diese wie Amanda auch eingesteht. Viele merken es erst als Jugendlicher oder Erwachsener und empfinden dabei oft Scham und Angst vor der Reaktion des sozialen Umfelds. Meistens ist es auch so, dass sich die Eltern eine solche OP nicht leisten können, der sich Amanda in recht jungem Alter unterzieht. Trotzdem hat sie die Geschichte auf diese Weise erzählt, damit ihre Leser Amanda wie einen “normalen” weiblichen Teenager erleben.

Hier noch eine Filmempfehlung zu dieser Thematik:
The_Danish_Girl_(film)_poster

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Author: Laura

Just a 22 year old vegan who lives in Germany with dog and boyfriend, studies dentistry, loves coffee and who shares her random thoughts on life, posts about Fashion and books. Enjoy :D

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